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Das Problem mit dem Umweltschutz
(2007)

oder wie man zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt

Ja, das mit dem Umweltschutz ist tatsächlich gar nicht sooo einfach“ werden da die Politiker sagen, wenn es dann mal zu spät scheint. Andere werden sich fragen: „Sind wir überhaupt dazu in der Lage?“ Wie sollen wir die Umwelt schützen, wenn wir uns nicht grundlegend ändern? Sprich, den Konsum ein wenig runterschrauben und uns eines Besseren besinnen. Kurz gesagt, ich seh’ da zwei unumgängliche Hürden:
Erstens: Die überflüssige Produktion von immerwährend neuen Artikeln auf zehn Prozent herunterfahren, dafür qualitativ hochwertigere produzieren (umweltfreundlich versteht sich) und sämtliche Gerätschaften so konstruieren, dass sie wirklich mit einem Minimum an Energieverbrauch auskommen.
Zweitens: Zuvor die Wirtschaftsmächte aufteilen, sprich dezentrieren, um den folgenden Einbußen großer Konzerne, durch die langlebigen und hochwertigen Artikel wirtschaftlich zu verkraften, womit auch automatisch das Problem mit den ungleich verteilten Geldanlagen gelöst wäre.
Kesselflicker und Scherenschleifer, das wäre der neue Trend und durch die Verringerung der Umweltbelastungen um neunzig Prozent könnte die Natur aufatmen, während wir uns ganz nebenbei darüber freuen, dass die Gebrauchsgegenstände unseres Alltags gut und lange währen und wir uns die tolle Qualität auch noch leisten können!
Das wäre mal was... aber da sind wir weit von entfernt. Und mal unter uns, ich glaube nicht, dass wir es freiwillig so weit schaffen.
Sehr geehrte Frau Merkel, soviel steht fest: Mit einer Hand voll Prozent, schaffen Sie es nicht zum effektiven Umweltschutz. Und zur Lösung finanzieller Probleme ebenso – weiter so.

Tim von Lindenau

Foto: Tim von Lindenau



Ganz nebenher...  (Für andwarafos-magazin & Gaea Aktuell '07)

Wussten Sie eigentlich, dass das Abschmelzen der Gletscher nicht nur nasse Füße zur Folge hat, ganz abgesehen vom weltweiten Abweichen ziemlich wichtiger Strömungsverhältnisse der Meere? Ja, da gibt es ein wirklich sehr kleines Problem – das so klein ist, dass es in der Nahrungskette der Weltmeere den Anfang macht. Plankton siedelt sich unter den treibenden Eisschollen an, welches unbedingt von anderen Meeresbewohnern gefressen werden will, damit da überhaupt jemand den anderen fressen kann! Ohne die Eisschollen kann dieses Plankton einfach nicht leben – also, durch das Abschmelzen des Eises, bricht zu allem Übel auch noch die Nahrungskette der Meere zusammen. Dann kriegen wir wirklich nasse Füße!

Tim von Lindenau


Foto: Tim von Lindenau